TimeSlips

TimeSlips bedeutet, mit demenziell erkrankten Menschen, anhand von Bildern, in personenzentrierter Haltung, gemeinsame Geschichten ausdenken.

Die TimeSlips-Methode hat ihren Ursprung in den USA. Zielgruppe sind Menschen mit Demenz im mittleren bis fortgeschrittenem Stadium ihrer Erkrankung.

Anhand von besonderen Bildern werden die Teilnehmenden in ihrer Fantasie und Kreativität, durch ausschließlich offene Fragen, angeregt. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“, jede Idee, Mimik und Gestik wird von der Betreuungskraft in die Geschichte integriert.

Im Vordergrund steht das gemeinsame Erleben von Freude und die Bewohner*innen sind stolz, ihre Kreativität auf Papier, in Form einer gemeinsam erfundenen Geschichte gebracht zu haben. Es wird jedes Mal viel gelacht und die Bewohner*innen verlassen fröhlich und entspannt dieses Angebot.

Aber lesen Sie selbst:

Frederike und der Schwan

Kind zeigt mit Finger auf einen Pinguin unter Wasser im Aquarium
© Zoo am Meer Bremerhaven

Da ist ein Kind, es ist ein Mädchen, sie heißt Frederike. Das sieht man am Gesicht und an der Kleidung. Das Mädchen steht am Baum, einem Nadelbaum mit massivem Stamm oder an einer Saline.

Sie zeigt mit dem Finger auf den Schwan, Mädchen erklären immer alles. Sie sieht interessiert aus, hat etwas Spannendes gesehen.

Die Landschaft ist mir aufgefallen, die Lichter erinnern mich an einen ICE.

Ich sehe einen weißen Schwan, der schwirrt durch die Luft, der Peterle oder Klaus.

Für mich ist es eine Möwe oder eher eine Taube, die fliegt oder schwimmt im Wasser.

Es könnte früh morgens sein oder auch abends, wegen des blauen Himmels, an der See, in Deutschland.

Das Mädchen sagt zu einer Freundin oder Mama oder Papa: „Die Ente will uns was zeigen“.

Ich sehe Fliederfarben, blauen Himmel, Weiß, ein rosafarbenes Gesicht.

Sie denkt: „Ich könnte auf dem Tier fliegen, weiter weg, wo es sich sicher fühlt, tiefer ins Wasser, wo er Fische und Grünkram sieht“.